Hier können Sie den Abschlussbericht des Projektes als PDF herunterladen.

Kooperationspartner sind neben Hosman Durabil die Gemeinde Nocrich/ Leschkirch, die Universitatea Lucian Blaga Sibiu und KNOTEN WEIMAR, Deutschland. Projektstart: Juli 2008, Laufzeit: 24 Monate (verlängert bis Juni 2011).

Das Dorf Fofeldea liegt in Rumänien, Transsilvanien, etwa 25 km nordöstlich von Sibiu im Haarbachtal. Zur Zeit hat Fofeldea etwa 200 Einwohner. Die Siedlungsstruktur ist ausgeprägt ländlich.

1.1 Wasserwirtschaftliche Situation
Eine zentrale Wasserversorgung und Abwasserbehandlung existieren nicht. Die Entwässerung des Ortes erfolgt über die historischen offenen Gräben (rum. Schanzen). Die Wasserversorgung erfolgt über Hausbrunnen und mehrere öffentliche Wasserstellen. Das anfallende häusliche Abwasser wird unbehandelt versickert bzw. über die Schanzen in die Bäche abgeleitet.
Als Toiletten werden fast ausschließlich Trockentoiletten in Form der klassischen APlumpsklos genutzt. Diese sind über ungedichteten Erdgruben errichtet, die Ausscheidungen gelangen so direkt in das Grundwasser.
Die durch die private Tierhaltung anfallenden Stoffe, wie Jauche und Dungsickersaft werden örtlich versickert und tragen ebenfalls erheblichen zur Grundwasserverschmutzung bei.

Zur Realisierung ist es notwendig das Gesamtprojekt in zwei Teilprojekte aufzuteilen:

  • Vorprojekt, umfassende Vorbereitung des Hauptprojektes mit Beispielanlagen
  • Hauptprojekt, Verwirklichung des Vorhabens für den gesamten Ort

1.2 Gegenstand und Ziele des Projektes – Trockentrenntoiletten und Grauwasserbehandlung
Durch die Installation eines modellhaften und nachhaltigen Sanitär- und Abwasserkonzeptes wird eine Gewässerverschmutzung ausgeschlossen und gleichzeitig die derzeitige Sanitärsituation dauerhaft und nachhaltig verbessert.
Grundlage des Sanitärkonzeptes ist die getrennte Erfassung, Behandlung und Verwertung der Abfall- und Abwasserteilströme, mit dem Ziel der vollständigen Verwertung und der Rückführung in den Naturkreislauf. Damit wird die bisherigen Herangehensweise, deren Ziel ausschließlich in der Beseitigung der anfal-lende Stoffe lag, verlassen und primär auf die Verwertung der Stoffe gesetzt, entsprechend dem Prinzip Ecosan – ecological sanitation; closing the loop in wastewater managment and sanitation.
In Deutschland ist diese Philosophie unter dem Namen „NASS“, seit Ende 2008 etabliert. Eine umfangrei-che Dokumentation von der „Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.“ (DWA) ist im Dezember 2008 herausgegeben wurden.
Dieses Projekt zeigt erstmalig für die Größenordnung einer Gemeinde wie Fofeldea die Machbarkeit dieses Konzeptes und belegt die Zukunftsfähigkeit dieser neue Sanitärphilosophie. Die Ergebnisse sind prinzipiell auf den ländlichen Bereich nicht nur Rumäniens sondern die größten Teile der Welt anwendbar.

Trockentrenntoiletten
Als Toiletten werden moderne, geruchs-, chemie-, wasser- und abwasserfreie Trockentrenntoiletten eingesetzt. In diesen Toiletten werden Urin und Fäkalien für eine getrennte Lagerung und Nutzung separiert.
Der Urin wird gemeinsam mit Jauche in abflußlosen Gruben (Düngertank) auf jedem Grundstück gesam-melt und über die Nutzung als Dünger die enthaltenen Nährstoffe in den Kreislauf zurückgeführt.
Die Fäzes werden kompostiert. Das Endprodukt ist ein in der Landwirtschaft verwertbarer Kompost.

Grauwasserbehandlung
Das Grauwasser wird grundstücksbezogen B dezentral zu hoher Wasserqualität gereinigt und kann über die vorhandene Oberflächenentwässerung abgeleitet, versickert, in einen der Bäche eingeleitet oder zur Beregnung genutzt werden. Der Bau einer Kanalisation ist nicht notwendig.

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